Erfahrungsberichte

Sofia Liebert

Kaufmännische Angestellte in Ausbildung


Wie hast du herausgefunden, was du werden wolltest?
Ich habe herausgefunden, was ich werden wollte, als ich im 10. Schuljahr war. Dieses Jahr hat mir geholfen mich selbst zu finden und herauszufinden, welche Lehre ich abschliessen möchte, indem ich mir viele unterschiedliche Berufe angeschaut habe. 

War es schwierig, diese Lehre zu bekommen?
Meiner Meinung nach, ja. Ich war viel Schnuppern in verschiedenen Betrieben, doch nichts hat mir gefallen. Hier bei der SAG AG hatte ich als erstes ein Vorstellungsgespräch. Danach durfte ich drei Tage lang schnuppern, damit ich einen guten Einblick von der Firma gewinnen konnte. Nach den Schnuppertagen musste ich einen Test schreiben, in dem die Fächer Französisch, Englisch, Deutsch und Mathematik geprüft wurden. Es kam nicht nur schulisches vor, sondern auch Allgemeinwissen und mein Wissen über Automarken wurde geprüft. Nachdem ich den Test geschrieben habe, hatte ich noch mein zweites Vorstellungsgespräch und somit den Abschluss des Tages. 


Wie ist dein Alltag im Betrieb, und wie erlebst du die Zeit in der Berufsschule?
 

Betrieb: Der Alltag im Betrieb ist sehr gut. Die Mitarbeiter sind sehr lieb und wir haben ein sehr gutes Verhältnis miteinander, was mich sehr motiviert zur Arbeit zu kommen und mir auch Spass macht. 
Schule: Die KV Business School ist eine gute Schule, jedoch kann jeder seine guten und schlechte Zeiten in dieser Schule erleben. Der Stoff wird pro Lehrjahr immer schwieriger und ab dem 2. Lehrjahr wird alles viel stressiger. Die Schule ist sehr wichtig, da wir den ganzen Schulstoff, welchen wir durchnehmen, im Betrieb praktisch einsetzen müssen. 


Was sind deine Aufgaben im Betrieb?
 

Momentan bin ich bei der Abteilung Hauptbuchhaltung und muss den Monatsabschluss und andere buchhalterische Tätigkeiten erledigen. 


Wen kannst du fragen, wenn du mal nicht weiter weisst?

Ich kann jeden in der Abteilung fragen. Alle Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit und sind immer bereit uns Lernende zu unterstützen, egal um welches Anliegen es  sich handelt. 


Welche Aufgaben magst du am liebsten, welche empfindest du als anstrengend? 

Die Aufgabe die ich am liebsten habe, ist mit den Kunden telefonischen oder schriftlichen Kontakt zu haben. Als anstrengend empfinde ich den Monatsabschluss, da sehr viele Tätigkeiten darin vorkommen und in einem gewissen Zeitraum erledigt sein müssen.


Wie ist der Alltag in einem Team? Gibt es Arbeitsgruppen? 

Der Alltag im Team ist sehr gut. Alle gehen liebevoll und respektvoll miteinander um. In meiner Abteilung hat es keine Arbeitsgruppen, aber ich bin mir sicher, dass in den anderen Abteilungen welche gibt. 


Wie war das, nach der Schule plötzlich zur Arbeit zu gehen?

Am Anfang war der Wechsel sehr streng. Die ersten drei Monate war ich sehr erschöpft und bin täglich früh eingeschlafen. Der Sprung von der Sekundarschule zum Berufsleben ist ein Grosser. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und ist genau so fit wie in der Schule.


Was würdest du einem Schüler raten, der auf Lehrstellensuche ist? Worauf soll er achten?
 

Der Schüler soll in möglichst vielen Berufen einen Einblick bekommen, damit er wirklich weiss, welche Arbeit er tätigen möchte. Schliesslich dauert die Lehre mindestens drei Jahre und wenn einem die Arbeit nicht gefällt, muss man entweder die Zähne zusammenbeissen, wobei man keine Motivation hat oder abbrechen. Das ist weder schön für den Schüler noch für den Arbeitgeber. 


Wie würdest du die SAG als Ausbildner beschreiben? 

Speziell bei der SAG ist, dass wir alle sechs Monate die Abteilung wechseln dürfen. Meiner Meinung nach können wir Lernende so herausfinden,  wo unsere Stärken und Schwächen liegen. Falls dem Lehrling eine Abteilung oder Arbeit nicht wirklich gefällt, muss er diese nicht für immer tätigen, sondern kommt nach sechs Monaten in einer neuen Abteilung. Dies sehe ich als einen weiteren positiven Punkt beim Wechsel. 


Wo möchtest du in 10 Jahren sein?

In 10 Jahren will ich meinen Lehr- und  Berufsmaturabschluss in den Händen haben. Gemäss meinem Plan sollte ich mit 23 Jahren schon die ganze Welt bereist haben. Nachdem ich gereist bin, möchte ich wieder ins KV einsteigen. Ob ich hier in die SAG zurückkomme oder in einer anderen Firma arbeiten werde, werde ich dann sehen.

Besa Demolli

Detailhandelsfachfrau in Festanstellung


Wie lange liegt dein Abschluss bei der SAG zurück?
Im August 2017 werden es 2 Jahre.

Wie ist es zur Festanstellung nach der Ausbildung gekommen?
Nach mehreren temporären Einsätzen in verschiedenen Technomag-Filialen, ist in der Filiale Hunzenschwil eine Stelle als Detailhandelsfachfrau frei geworden. Diese 100%-Stelle habe ich im November 2016 bekommen.

Was hat sich geändert, seitdem du nicht mehr „Lehrling“ bist?

Mein Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten hat sich verstärkt. Ich fühle mich sicher in meinem Job. Arbeitskollegen und Kunden nehmen mich als Fachfrau wahr.

Welche Aufgaben hast du heute? Kannst du mitbestimmen und mitgestalten?

Hauptsächlich nehme ich Bestellungen von Kunden am Telefon und im Laden entgegen. Daneben erledige ich auch viele administrative Aufgaben, führe ab und zu die Tageskasse, kümmere mich um Lager- und Logistikaufgaben.

Eigeninitiative wird sogar erwartet. Wir sind ein eingespieltes Team, unterstützen uns gegenseitig und sprechen uns selbständig darüber ab, wer jeweils welche Zusatzaufgaben übernimmt.

Wie sieht es mit Weiterbildungsmöglichkeiten aus? Planst du schon etwas?
Weiterbildung wird sicher früher oder später ein Thema sein. Im Moment gibt es aber nichts konkretes. Ich geniesse noch ein wenig den Abschluss meiner Lehre.

Wirst du bei der Weiterbildung unterstützt?
Ich weiss, dass ich mich jederzeit bei meinem Vorgesetzten melden kann um über diese Themen zu sprechen. Einer meiner Arbeitskollegen hat vor kurzem eine Weiterbildung mit Unterstützung der SAG abgeschlossen. 

Was denkst du, wie dein Beruf sich ändern wird?
Das  Tagesgeschäft wird sich weiter in Richtung Direktbestellungen via Internet verlagern. Dafür wird die persönliche Beratung für Spezialitäten anspruchsvoller und überall wo die Elektronik „überfordert“ ist, braucht es Überwachung und Unterstützung durch Fachleute.   

Welche Branche hätte dich auch noch interessiert, wärst du nicht im Autogewerbe eingestiegen?Auf jeden Fall etwas technisch anspruchsvolles.

Wie ist die SAG als Arbeitgeber?
In meiner Lehrzeit bei der Technomag wurde ich sehr gut unterstützt. Die Anstellungsbedingungen heute finde ich, auch wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, gut.